"Das bunte Volk hört einen Falkenschrei.
Das Tier schnellt durch den Himmel,
im Blauen oberhalb der Stadt.
Es wird sich hier schon bald entladen,
das Zeitgewitter.
Der Falke flieht in Angst.
Doch keine Augen hat man für das schuldlos‘
Wesen.
Zwei Frauen gehen auf dem Weg.
So schön sind sie.
Ein strahlend‘ Purpur, edle Steine schmücken es.
Zwei Sonnentupfer auf der grünen Leinwand,
die größte Künstlerin hat sie gemalt.
So schön sind beide Frauen.
Sie schreiten feierlich zum Dom.
Und ihre Augen geradeaus,
die Stirn der Einen liegt in Falten,
ein blasser Strich die Lippen von der Anderen.
Und ihr Gefolge wirft sich hasserfüllte Blicke zu."
Das Zitat stammt aus "Zwei Frauen, ein Falke", einer lyrischen Nacherzählung eines Teils der Nibelungensage, zu finden in meiner Geschichtensammlung "Das Dunkel und die Einsamkeit", veröffentlicht im Rediroma-Verlag Anfang des Jahres.
Schreiben / Manifestiert / Gedanken / Des verworrenen / Kaiserreichs / In Zeiten / Der Flucht.
Blog von Holger Vos.
Sonntag, 19. Juli 2026
Zwei Frauen, ein Falke
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Zwei Frauen, ein Falke
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